Es gibt einer Menge Zeitgenossen die die Errungenschaften des Internets voll ausnutzen und beispielsweise hässliche Blogs zum Nulltarif von 1und1 nutzen. Doch ich finde nicht jeder sollte bloggen. Besonders wenn man nichts zu schreiben und keine Ahnung hat. Der rückständige Konservatismus der einem hier entgegenspringt ist wahrlich haarsträubend. Musiker können auch ohne Musikindustrie ein Publikum erreichen, ihre kostenlos über das verbreiten und sich über Live-Auftritte finanzieren. Das illegale herunterladen von aus dem Internet derart zu kritisieren zeigt, dass der Autor sich mit der Faktenlage nicht auseinandergesetzt hat. Wie die Statistik zeigt sind Musikindustrie im Jahr 2008 354 Mio. durch illegale Downloads entgangen. Das macht 4,32 pro Bundesbürger. Wenn man das in Musikalben umrechnet sind das 0,3 Alben pro Bundesbürger. Jetzt kann man sich mal umhören wieviel Musik so in der Bekanntschaft gekauft wurde. Die Verhältnisse werden dann ziemlich deutlich.

Weiter zum Thema Online-. Der bemängelte Qualitätsverfall im hat weniger mit der Umsonst-Mentalität zutun sonder vielmehr an der Unfähigkeit der Manager im Bereich des Verlagswesens die Möglichkeiten des Internets richtig zu nutzen und ihre Nachrichtenportale mit qualitativ guten Inhalten auch gut zu vermarkten. Das man dann auch noch damit prallt auf journalistische Vergünstigungen zu verzichten hat meiner Ansicht nach nichts damit zutun, dass man neutral sein will. Man kann alle Vergünstigungen kassieren und dabei trotzdem neutral bleiben. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es keiner großen Anstrengung bedarf, ein Bahnfan zu sein, eine Journalisten-BahnCard zu haben, an Promo-Touren der Deutschen teilzunehmen und trotz allem kritisch über die zu berichten.

Alles in allem. Manches im Internet ist einfach überflüssig und manche Leute sollten das bloggen lieber lassen.