Ich hab an der Ruhr-Uni ja schon viel erlebt. Demonstranten die lärmend den Hörsaal stürmen. Vorlesungen die wegen eines kaputten Beamers ausfallen. Gedränge bei der Anmeldung zu Klausuren oder Tutorien. Abstürze im VSPL und Überlastete Anmeldesysteme für Tutorien. Kurz gesagt man erlebt eine Menge an der Uni. Doch was heute im HZO 20 los war, war die größte Dreistigkeit die ich in meinem Leben erlebt habe. Bereits eine halbe Stunde nach Beginn der (10:45) strömten die ersten Juristen in den Hörsaal. Um 12 Uhr sollten die Juristen dort eine schreiben. Das war bis dahin noch halb so wild. Doch bereits eine halbe Stunde vor Ende der Vorlesung (11:15) verstärkte sich der Zustrom von Juristen zunehmend. Das wäre alles nicht so schlimm gewesen, der Hörsaal war leer und die Leute hätten sich ruhig und leise einen Platz besetzen können. Doch da die Juristen verständlicher Wiese keinerlei Interesse an der Vorlesung in Geomatik hatten, stieg der Lärmpegel stetig. In keiner Vorlesung sonst hab ich so einen Lärm erlebt. Ich hab auch schon oft Leute gesehen die sich schon früher einen Platz im Hörsaal besetzen wollten. Allerdings waren die meistens ruhig. Mir persönlich drängte sich der Eindruck auf, die Möchtegern-Juristen würden in ihrer Arroganz oder Überheblichkeit die anderen Studierenden als unwichtig wahrnehmen. Auf jeden Fall haben die nicht einmal auf meine persönliche Ansprache reagiert. Da es auch nicht nur einige wenige waren, die die Vorlesung störten, sondern es sich offensichtlich um ein Massenphänomen handelt frage ich mich ernsthaft ob es sich bei diesem dreisten Verhalten um eine charakterliche Eigenschaft von Juristen handelt. Vermutlich ist absolute Rücksichtslosigkeit ein Voraussetzung für das Jurastudium. Auf jeden Fall ist mir einmal mehr klar geworden wieso ich nicht studiere.