Nach dem Zusammenbruch der Ostblocks wird oft der und die Thesen von Karl als gescheitert angesehen. Viele meinen, dass der das einzige überlebensfähige System ist. Doch die grundsätzlichen Gedanken von Marx waren gar nicht so falsch wie man meint, man muss Marx sogar ankreiden, dass er nicht weit genug gedacht hat. Den die These, dass Ungleichheit und Ungerechtigkeit aus der großen Diskrepanz im verfügbaren Kapital entstehen kann fast als Naturgesetz angesehen werden. Doch Kapital besteht nicht nur aus den Gütern und dem Geld das jemand besitzt. An dieser Stelle helfen uns sogar Begriffe des Kapitalismus, die oft verteufelt werden weiter um die Problematik zu verstehen. Es geht um das sogenannte Humankapital. Besonders von Linken wir dieser Begriff oft verteufelt, aber er verdeutlich welchen wichtigen Teil Marx nicht beachtet hat. Den auch aus dem Humankapital das man besitzt kann jeder eine Rendite erwirtschaften. Dabei gilt natürlich, je geringer das eigene Kapital, desto höher muss die Rendite sein um auf die gleiche absolute Ausschüttung zu kommen. Doch was gehört eigentlich zum Humankapital? Unter den Begriff fallen fast alle abstrakten Eigenschaften die ein Mensch hat. Dazu gehören vor allem die Ausbildung, die Sozialen Beziehungen und leider auch die genetische Anlage. An einem einfachen Beispiel kann man das verdeutlichen. Jemand der eine gute Ausbildung bekommen hat, in einem gebildeten und mit Geld gesegnetem sozialen Umfeld lebt und auch noch von Geburt an mit Intelligenz gesegnet ist hat ein sehr hohes Humankapital. Sogar bei niedriger Rendite, also mit wenig Anstrengung ist ihm ein relativ hohes Einkommen sicher. Eine Person mit schlechter Ausbildung, einem armen sozialen Umfeld und nur mäßiger Intelligenz hat dagegen sogar bei einer hohen Rendite nur ein geringes Einkommen. Möglicherweise würde er sogar bei höherer Intelligenz immer noch eine geringere Rendite erzielen. Das klingt alles kompliziert, doch wichtig ist die Erkenntnis aus der Tatsache, dass das Humankapital eine wichtige Rolle spielt. Um eine Gerechte Gesellschaft zu schaffen und den gesamten Wohlstand zu erhöhen, ist es wichtig die Möglichkeit zum Erwerb von Humankapital fair zu verteilen. So sollten Schulen in sogenannten sozialen Brennpunkten besonders gefördert werden um ein schrittweises Angleichen an den Rest der Gesellschaft zu ermöglichen. Gleichzeitig ist es sinnvoll die hohen Erträge aus dem hohen Humankapital auch hoch zu besteuern um so den Ausgleich zu Finanzieren. Den das Potenzial das in jedem Menschen steckt ist wahrlich gigantisch und was besonders in unserem Bildungssystem täglich passiert ist eine gigantische Verschwendung an Kapital. Wenn wir das alles nutzen würden, dann wäre der Wohlstand für uns alle größer. Allerdings muss man dabei auch eins bedenken, vollständig lässt sich die Ungleichheit nicht beseitigen, trotzdem sollte es unser bestreben sein immer dafür zu kämpfen die Ungleichheit zu minimieren.

Ich muss dazu sagen, dass ich mit der Formulierung des ganzen nicht besonders glücklich bin und das möglicherweise etwas unverständlich ausgedrückt ist. Deswegen fragt lieber nach wenn ihr etwas falsch versteht bevor ihr voreilige Schlüsse zieht. Noch ergänzend will ich nicht unerwähnt lassen, dass viele der Erkenntnisse auch aus meinem Wirtschaftsstudium herrühren und dass einem zumindest in meinen Vorlesungen auch oft genug die Nachteile des Kapitalismus aufgezeigt wurden. Deswegen muss es irgendwo einen Mittelweg zwischen Kapitalismus und Kommunismus geben, der allerdings eindeutig nicht seine beste Ausprägung in der sozialen Marktwirtschaft gefunden hat. Doch das ist wieder ein neues Thema für einen anderen Artikel. Soviel also dazu.