Ich war am Montag im Kino und habe mir den Oscar-Anwärter 12 Years a Slave angeschaut. Nun möchte ich euch ein paar Eindrücke vom mitteilen. Die Nominierung für den Oscar lässt zumindest erahnen, dass es sich um einen herausragenden handelt und das ist er zum größten Teil tatsächlich. Ich habe selten einen Film gesehen in dem Emotionen so gut transportiert wurden. Die Bedrohungskulisse durch die Sklavenhalter wird langsam und deutlich aufgebaut, genauso wie die Verzweiflung und der innere Kampf zwischen Hoffnung und Resignation werden fantastisch verdeutlich. Doch während auf diese Eindrücke sehr viel Wert gelegt wurde, sind meiner Ansicht nach zwei Aspekte besonders zum Ende des Films etwas untergegangen. Zum einen gibt es in der Mitte des Films einen stilistischen Bruch, denn zum Anfang des Films wird viel mit Nahaufnahmen gearbeitet, die im Verlauf des Films immer seltener auftreten. Die nächste Enttäuschung war für mich das Ende des Film, dass aus meiner Sicht viel zu plump und einfach war. Es fehlte die Zuspitzung des Konfliktes zu einem richtigen Höhepunkt und ein Teil des eigentlich zum Ende hin schwebenden Konfliktes würde nur mit einigen Text-Tafeln erläutert. Ich bin mir nicht ganz sicher ob die Story nicht mehr hergegeben hat, aber ich habe am Ende einfach etwas vermisst. Außerdem implizierte das Ende aus meiner Sicht eine ziemlich fatalistische Weltsicht.